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Die Anfänge des Kajakfahrens

06.07.2016 00:02






Der Gedanke auf schwimmenden Gegenständen Wasser zu überqueren, ist wohl so alt wie die Menschheit. Wann der erste Mensch im Einbaum ein Gewässer querte, ist ungewiss. Aber die Sumerer kannten bereits vor etwa 5000 Jahren Kanus. Englische Archäologen entdeckten ein aus Silber gefertigtes Modell als Grabbeilage eines sumerischen Königs. Auch die alten Ägypter kamen auf dem Nil und seinen Nebenflüssen meisterhaft mit ihren Knaus aus Papyros zurecht. Die Azteken wiederum befuhren Seen und Sümpfe stehend in einem Kanu aus Schilfrohr. Als Antriebsmittel benutzten sie Stangen oder Stechpaddel.

Dass Paddler heute im Kajak sitzend mit einem Doppelpaddel die Gewässer der Welt befahren, verdanken sie den Eskimos Sibiriens, Nordamerikas und Grönlands. In Jahrtausenden entwickelten sie das Kajak immer weiter zu einem hochspezialisierten Gerät. Die Eskismos benutzten ihre Kajaks zur Jagd. Schnell und seetüchtig waren die fellbespannten Boote. Um auch nach einer Kentetung im eiskalten Wasser überleben zu können, entwickelten sie eine Technik, mit der sie ihr Kajak wieder aufrichten konnten: die Eskimorolle.

Kajakfahren ist sicher der größte Spaß, den Sie in einem kleinen Boot haben können. Binsenbummeln auf dem See oder Kanuwandern auf dem Fluss vor der Haustür, im Kajak auf Wochenendfahrt, unterwegs auf Entdeckungsreisen an exotischen Ufern oder abenteuerliches Wildwasser – der Kajak ist ein universelles Sportgerät und ein idiales Mittel zur Freizeitgestaltung. Vom Kajak aus zeigt sich ihnen die Welt von unbekannter Seite und in völlig neuer Perspektive. Magische Momente warten auf sie.

Quelle: Buch Der Kajak, Das Lehrbuch für den Kanusport