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Hennigsdorfer Kajakfestival künftig jeden Sommer

06.07.2016 00:43




Hennigsdorf (HGA) Im Marina Stadthafen von Hennigsdorf kamen am Wochenende Wassersportfreunde auf ihre Kosten. Beim dort von den Kajakprofis aus Berlin veranstalteten Kajakfestival an der Hafenstraße hatten die Besucher bei bestem Bootswetter zwei Tage lang Zeit, um in Ruhe über das 5 000 Quadratmeter große Gelände zu schlendern.
Verschiedene Aussteller präsentierten sich, berieten und stellten vom Kanu bis zu Bekleidung und Zubehör alles aus, was für eine Tour benötigt wird.

Annelie Kruse und Jörg Falk kamen eigens aus Berlin-Köpenick nach Hennigsdorf, um sich ein Boot zu kaufen. "Wir haben mit der Dahme das Wasser direkt vor der Nase", sagten sie. Und, sie müssten ja irgendwas für die Kräftigung der Arme machen, da reiche Fahrradfahren nicht aus.

Auch sei ihr Hund nach 13 Jahren gestorben, jetzt soll es etwas sportlicher zugehen - aber auf dem Wasser. Nachdem das Paar von Geschäftsführer Patrick Dittmer von den Kajakprofis ausgiebig beraten wurde, ging es zur Probefahrt auf die Havel. "Ich habe noch nie im Kajak gesessen", sagte Annelie Kruse und stieg tapfer vorne ein. "Ich bin hier die Chefin", lachte sie. Ihr Mann nahm hinten Platz und gab damit die Richtung vor. Aufgeregt und gut gelaunt ging die kleine Tour am Hafen los. Beide paddelten gekonnt im gleichen Rhythmus und waren überrascht, wie gut und schnell sie mit dem Boot vorankamen. Das Paar, das seit Jahrzehnten zusammenlebt und auch im Boot harmonierte, war vollkommen überzeugt und entschied sich dann für ein blaues Kajak.

Annelie Kruse , die bereits ihren Ruhestand geniest und Jörg Falk, der noch ein Jahr bis zur Pensionierung arbeiten muss, freuen sich beide schon auf viele gemeinsamen Touren und interessieren sich vor allem für die Sicht von der Wasserseite.

Die Veranstalter aus Berlin sowie die Besucher aus der Region zeigten sich zufrieden. Neben fachlichen Beratungen und Verkaufsgesprächen gab es Zeit für Genüssliches, Paddeltouren und eine Party am Abend. Das Kajakfestival soll künftig in jedem Sommer auf dem Gelände am Hafen in Hennigsdorf stattfinden, so Steffen Kampehl von den Kajakprofis.

Die Anfänge des Kajakfahrens

06.07.2016 00:02






Der Gedanke auf schwimmenden Gegenständen Wasser zu überqueren, ist wohl so alt wie die Menschheit. Wann der erste Mensch im Einbaum ein Gewässer querte, ist ungewiss. Aber die Sumerer kannten bereits vor etwa 5000 Jahren Kanus. Englische Archäologen entdeckten ein aus Silber gefertigtes Modell als Grabbeilage eines sumerischen Königs. Auch die alten Ägypter kamen auf dem Nil und seinen Nebenflüssen meisterhaft mit ihren Knaus aus Papyros zurecht. Die Azteken wiederum befuhren Seen und Sümpfe stehend in einem Kanu aus Schilfrohr. Als Antriebsmittel benutzten sie Stangen oder Stechpaddel.

Dass Paddler heute im Kajak sitzend mit einem Doppelpaddel die Gewässer der Welt befahren, verdanken sie den Eskimos Sibiriens, Nordamerikas und Grönlands. In Jahrtausenden entwickelten sie das Kajak immer weiter zu einem hochspezialisierten Gerät. Die Eskismos benutzten ihre Kajaks zur Jagd. Schnell und seetüchtig waren die fellbespannten Boote. Um auch nach einer Kentetung im eiskalten Wasser überleben zu können, entwickelten sie eine Technik, mit der sie ihr Kajak wieder aufrichten konnten: die Eskimorolle.

Kajakfahren ist sicher der größte Spaß, den Sie in einem kleinen Boot haben können. Binsenbummeln auf dem See oder Kanuwandern auf dem Fluss vor der Haustür, im Kajak auf Wochenendfahrt, unterwegs auf Entdeckungsreisen an exotischen Ufern oder abenteuerliches Wildwasser – der Kajak ist ein universelles Sportgerät und ein idiales Mittel zur Freizeitgestaltung. Vom Kajak aus zeigt sich ihnen die Welt von unbekannter Seite und in völlig neuer Perspektive. Magische Momente warten auf sie.

Quelle: Buch Der Kajak, Das Lehrbuch für den Kanusport


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